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Am Klosterwasser
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Neustädtel

 

Unterhalb der Ostroer Schanze liegt malerisch im Tal des Klosterwassers der kleine Ort Neustädtel. An der Ostseite des Burgwalls steht ein Dreiseitenhof mit Fachwerkkonstruktion und Andreaskreuzen. Neustädtel - Newstetil wird 1508 erstmalig erwähnt und setzte sich damals aus einem Herrensitz, einer Mühle mit Bäckerei und fünf weiteren Gehöften zusammen. Zwischen dem Klosterwasser und der Nordseite des ehemaligen Gutshofes blieb der Erdhügel einer einstigen Straßenwarte, jetzt ein Bodendenkmal, erhalten.

 

Landschaftschutzgebiet Ostro-Neustädtel:

Die Flurstücke ostwärts des Klosterwassers um die Ostroer Schanze herum und ein Teil von Neustädtel gehören zum 1960 eingerichteten, 40 ha großen LSG - Ostro - Neustädtel. Das östlich anschließende Durchbruchstal des Klosterwasssers zwischen Neustädtel und Bocka wird Skala, also Felstal, genannt und wurde wegen seiner naturhistorischen und landeskulturellen Bedeutung zum Flächendenkmal erklärt.

Die Zusammensetzung der Waldreste zeigt noch deutlich Anklänge an den ursprünglichen Schluchtwald.

Am Klosterwasser, einem Forellenbach, sind Gebirgsstelze, Zaunkönig, Eisvogel und Stockente heimisch.

Das Flächennaturdenkmal, die Helle, liegt 250 m westlich vom ehemaligen Gut Neustädtel. Hier blieb ein Rest des winterlindenreichen Stieleichen-Hainbuchen-Waldes mit einer abwechslungsreichen Krautschicht erhalten.

1914 - am Sonntag, den 26. Juli, nachmittags zerstörte ein Blitzstrahl die elektrische Lichtleitung des Rittergutes Neustädtel und beschädigte außerdem  ein Gebäude, glücklicherweise ohne es zu zünden.

1924 - der Landort Neustädtel - bisher Post Panschwitz - wird vom 1. Februar an dem Zustellbezirk der Postagentur in Burkau zugeteilt.

1928 - nach kurzer schwerer Krankheit verstarb der Rittergutsbesitzer auf Jiedlitz und Neustädtel, Friedrich Oskar Hustig, im Alter von fast 85 Jahren. Die Beerdigung fand am Sonntagnachmittag in Uhyst a.T. statt. Das Rittergut Jiedlitz ist das Stammgut der Familie Hustig. Das Rittergut in Neustädtel hat der verstorbene später dazu gekauft.

1945 - Richard Rabovsky war Pächter des Rittergutes Neustädtel

1950 - Eingemeindung nach Ostro

 

 *aus Werte unserer Heimat Bd. 43, 1983 Akademie-Verlag-Berlin